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Klassische Technik des Monats


Vom Winden der Klinge
hier: Kreisbindung


Winden ist eine Aktion, sich Blöße zu verschaffen. Winden heißt, die eigene Klinge mit der Stärke an des Gegners Schwäche geschlossen in einem Kreis herumzuschieben, um dadurch die gegnerische Klinge in eine andere Richtung zu bringen.

a)
der Gegner liegt mit vorgestreckter Klinge (Spitze, Faust und Schulter bilden eine gerade Linie). Ich versuche auswendig die Windung mit Terz. Gibt er dem Winden nach, so stoße ich Terz. Geht er aber während der Bedrohung (Finte) in die Höhe und will mit Terz binden, so entsteht Blöße nach unten und ich stoße Secunde.

b)
der Gegner liegt mit schlaffem Arm und etwas gehobener Spitze. Ich versuche die Windung mit Halbterz inwendig. Gibt er nach, so stoße ich inwendig Quart fest (Gleitstoß). Drückt er aber gegen meine Klinge, so entsteht Blöße auswendig. Ich cavire (umgehe) und stoße feste Quart (Quartgleitstoß) über den Arm.

c)
der Gegner liegt mit steifem Arm; ich winde mit verhangener Secunde. Geht er mit, so stoße ich feste Secunde in die Flanke oder feste Quart (= Octav).

Siegfried Raczka

Die klassische Technik des Monats wird präsentiert
     von unserem Fechtmeister Siegfried Raczka.

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