Wir sind zurück!

Aktualisiert: Mai 1


4 Fechter beim Training in der Turnhalle.
Das erste Training – sieht doch vielversprechend aus?!

Nein, es ist noch nicht Zeit, den Degen an die Wand zu hängen, die Füße vor dem Kamin hochzulegen, und mit den Fechtkollegen Veteranengeschichten von vergangenen Gefechten zum Besten zu geben. Denn es sieht so aus, als hätten wir gemeinsam genug Disziplin bewiesen, um die Corona-bedingten Einschränkungen zu entschärfen – wir dürfen wieder Fechten! Seit Anfang der Woche steht uns die Turnhalle im Leopoldinum wieder zur Verfügung.


Selbstverständlich bleiben aber auch bei uns alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen erhalten. Es gibt kein beliebiges Betreten und Verlassen der Halle – Treffpunkt ist vor der Tür, mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand. Der Weg zur Halle wird in einer Gruppe mit dem Trainer und Maske durchgeführt. Erst in der Halle dürfen die Masken abgenommen werden. Auch auf die Umkleide müssen wir vorerst verzichten: Wer fechten will, muss bereits vollständig umgezogen zur Halle kommen. Zu guter Letzt tragen sich alle Teilnehmer in eine Liste ein, um im Fall der Fälle Infektionsketten nachvollziehen zu können. Diese Punkte sind zumindest die, die auch der reguläre Fechter aktiv mitbekommt. Viele Details werden auch ohne das aktive Bemerken der Fechter von Roberto, unserem Abteilungsleiter, und den Trainern sichergestellt.


Wie war also das erste Training in der Halle?


Beim Jugendfechten ging’s gleich richtig zur Sache: Mit perfekt eingehaltenem Abstand wurde an der Kondition gefeilt. Aber trotz der Intensität – beim Verlassen der Halle habe ich nur glückliche Gesichter beobachten können…

Während sich unsere szenischen Fechter noch etwas gedulden müssen (der Mindestabstand ist beim Schauspiel naturgemäß schwieriger einzuhalten), zeigte sich bei uns klassischen Fechtern ein erfreuliches Bild: Trotz kurzfristiger Benachrichtigung, dass wir wieder eine Halle zur Verfügung haben, bekamen wir eine gute Truppe zusammen – groß genug, um sinnvoll zu trainieren, aber dennoch klein genug für eine Halle. Begonnen haben wir mit ein wenig Technik, um den Rost von den Gelenken und Waffen zu schütteln und wieder mit bester Technik in den Rest des Jahres einzusteigen. Die kleine Gruppe ermöglichte auch, sich „aufsichtsintensiveren“ Techniken, wie dem Sperrstoß in der Terz, zu widmen. Selbstverständlich wurden aber auch die Übungsgefechte am Schluss nicht vernachlässigt.


Das Fazit des Tages: Die Umstände sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Fechten fühlt sich immer noch wie Fechten an, und das ist, worauf es ankommt. Dazu haben wir uns entschieden, unser zukünftiges Training bis auf weiteres bei schönem Wetter vor unseren Fechterturm, in’s Freie, zu verlegen. Frische Luft ist gesund, es fällt leichter, keine Fehler bei den Hygienevorschriften zu begehen, und mal ganz ehrlich: Bei schönem Wetter ist Fechten im Freien doch eh am allerschönsten…

Vielen Dank - wir freuen uns über Dein Interesse!